
Tipps für Gesundheit und Wohlbefinden in deiner Schwangerschaft
Tipps für Gesundheit und Wohlbefinden in deiner Schwangerschaft
Du freust dich auf deinen Nachwuchs und wünschst dir eine glückliche gesunde Schwangerschaft? Eine Schwangerschaft ist wunderschön und gleichzeitig auch anspruchsvoll für den weiblichen Körper und deine Psyche. Auch bei einer zweiten Schwangerschaft fragen sich viele Mamas was sie erwartet und wie sie die eigenen Bedürfnisse die der Familie und des ungeborenen Babys unter einen Hut bekommen. Hier liest du unsere Praxis-Tipps zu häufigen Fragen - für eine positive Schwangerschaft in gesunder Balance:
- Welche Risiken gibt es in der Schwangerschaft und wie kann ich mich schützen?
- Was sind die typischen Herausforderungen in der Schwangerschaft?
- Wie kann ich mir selbst etwas Gutes tun?
- Wie kann ich selbst in der Schwangerschaft gesund und fit bleiben?
- Worauf sollte ich in der Schwangerschaft achten wenn ich Medikamente benötige?
Welche Risiken gibt es in der Schwangerschaft und wie kann ich mich schützen?

Jede Schwangerschaft bringt große Freude und gleichzeitig auch Sorgen mit sich. Für dich als werdende Mama kann es sehr hilfreich sein gewisse Risiken in der Schwangerschaft zu kennen um damit besser umzugehen und diese zu minimieren. Häufige Risiken in der Schwangerschaft:
- Schwangerschaftsdiabetes: Der Schwangerschaftsdiabetes ist eine Störung des Zuckerstoffwechsels welcher erstmals in der Schwangerschaft auftritt. In Österreich wird jede Schwangere im Zuge der Vorsorgeuntersuchungen auf Schwangerschaftsdiabetes getestet. Deshalb musst du dich nicht sorgen dass du mögliche Anzeichen selbst erkennen musst. Vorbeugend kannst du auf eine ausgewogene Ernährung und moderate Bewegung an der frischen Luft setzen. Falls bei dir ein Schwangerschaftsdiabetes festgestellt werden sollte bekommst du eine Beratung von einer Ärztin/einem Arzt zusätzlich erhältst du eine ausführliche Ernährungsberatung. Durch eine angepasste Ernährung wird versucht den Blutzuckerspiegel zu normalisieren. Der Blutzucker muss täglich kontrolliert und dokumentiert werden. In seltenen Fällen kann durch die Ernährung der Blutzucker nicht ausreichend gesenkt werden. Falls das eintreten sollte bekommst du weitere Informationen von deinem Gynäkologen/deiner Gynäkologin. Du musst keine direkten Auswirkungen auf das Ungeborene befürchten.
- Infektionen: In der Schwangerschaft ist das Immunsystem verändert. Besonders werdende Mütter mit Kleinkindern sind oft in großer Sorge da ihre Kinder häufiger Infekte und Kinderkrankheiten aufschnappen. Als Mama ist man dann sehr besorgt wie man damit umgehen soll. Achte grundsätzlich auf eine gute Hygiene: Wasch dir regelmäßig und gründlich die Hände. Achte auf Sauberkeit im Haushalt und verzichte gänzlich auf den Verzehr von ungewaschenen oder rohen Lebensmitteln. Wird eines deiner Kinder krank ist es wichtig zu bewerten um welche Infektion es sich handelt. Einen grippalen Infekt (ohne hohes Fieber) verkraften gesunde Schwangere ohne hohe Risiken. Bei Kinderkrankheiten wie Röteln Windpocken oder auch der echten Influenza ist Vorsicht geboten! – Lass dich in diesen Fällen vorsorglich von deinem Facharzt/deiner Fachärztin beraten und versuche die Pflege deines Kindes so zu organisieren dass du in der infektiösen Phase räumlich getrennt bleibst. Das kann einer Mama zwar sehr schwerfallen ist in diesen Fällen aber sinnvoll. Grundsätzlich kannst du dein Immunsystem durch reduzierten Stress eine ausgewogene Ernährung und Bewegung unterstützen. Wichtig: Versuche keinen unnötigen Stress durch übertriebene Krankheitsängste aufzubauen!
- Früh- oder Fehlgeburt: Das Risiko für Früh- und Fehlgeburten kannst du durch Stressreduktion den Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie die Vermeidung schwerer körperlicher Belastung mindern. Gönne dir täglich eine kleine Auszeit und Ruhe. Wenn du bereits Kinder hast plane mit deinem Partner/deiner Partnerin und der Familie aktiv deine kleinen Auszeiten im Alltag um Stress und starke Belastungen zu reduzieren.
- Präeklampsie: Ein Präeklampsie ist gekennzeichnet durch hohen Blutdruck. Um das Risiko zu mindern solltest du alle Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft wahrnehmen und deinen Blutdruck regelmäßig messen. Bei auffälligen Werten kannst du direkt aktiv werden und wenn deine Werte passen bist du gleichzeitig beruhigt weil du alles im Griff hast.
- Psychische Belastung: Ein veränderter Hormonhaushalt die körperlichen Veränderungen und viele Gedanken zum ungeborenen Baby – eine Schwangerschaft kann auch psychische Belastungen mit sich bringen. Bei Ängsten Schlafproblemen oder depressiven Symptomen solltest du darüber mit deinem Partner/deiner Partnerin deinen Freunden und Familie offen sprechen. Gespräche wirken entlastend. Beim Verdacht auf depressive Verstimmungen solltest du das Gespräch mit deinem Arzt/deiner Ärztin suchen. Lass dir nicht einreden dass eine Schwangerschaft eine reine „Happy-Time“ sein muss. Es ist ganz normal dass der ein oder andere Tag nicht so ideal läuft und Ängste oder depressive Episoden manchmal ein Begleiter sind.
Was sind die typischen Herausforderungen in der Schwangerschaft?

Eine Schwangerschaft ist ein pures Freudenfest! – So ist noch immer das öffentliche Bild das viele schwangere Frauen unter Druck setzt und belastet. Egal wie groß die Freude auf dein Baby ist mit wachsendem Bauchumfang wachsen auch gewisse Herausforderungen die du als werdende Mama deutlich spürst:
- Körperliche Veränderungen: Ein wachsender Bauch ist etwas Schönes aber damit einher gehen auch weitere körperliche Veränderungen. Geschwollene Beine Gewichtszunahme Rückenschmerzen und Müdigkeit gehören bei vielen Frauen zur Schwangerschaft. Achte auf eine positive Körperwahrnehmung und ausreichend Bewegung in der Schwangerschaft um gut mit deinem Körper in Kontakt zu bleiben. Bei stärkeren Beschwerden sprich mit deinem Gynäkologen/deiner Gynäkologin oder unserem Apotheken-Team über Möglichkeiten Beschwerden in der Schwangerschaft zu reduzieren. Du solltest dich nicht dauerhaft schlecht fühlen! Suche auch das Gespräch mit anderen Müttern wie sie damit umgegangen sind und gehe mit deinen Gedanken in deinem Umfeld offen um.
- Emotionale Schwankungen: Hormonelle Veränderungen können zu Stimmungsschwankungen führen wobei Gefühle von Freude und Aufregung schnell zu Angst oder Depression wechseln können. Wundere dich also nicht über diese Achterbahn der Gefühle – dein Hormonhaushalt arbeitet auf Hochtouren und das spürst du sehr direkt. Wenn du bereits Mama bist solltest du in besonders fordernden Schwangerschaftsphasen die Unterstützung durch deinen Partner/deine Partnerin Familie oder Freunde suchen. Grundsätzlich solltest du über Stimmungsschwankungen und negative Gefühle in der Schwangerschaft offen mit deinem Umfeld sprechen um dich selbst zu entlasten. Niemand darf/soll von dir erwarten dass du in der Schwangerschaft ständig vor Glück platzt.
- Morgendliche Übelkeit: Häufig erleben Frauen in der frühen Schwangerschaft Übelkeit und Erbrechen oft bezeichnet als "morgendliche Übelkeit" obwohl diese zu jeder Tageszeit auftreten kann. Diese Phase kann sehr belastend sein. Deshalb versuche besonders morgens mit etwas Ruhe in den Tag zu starten. Trinke ausreichend und iss mehrere kleine Portionen täglich. Zusätzlich kannst du dir Tipps bei engen Vertrauten oder anderen Müttern holen was ihnen gegen die Morgenübelkeit geholfen hat. Je weiter du in der Schwangerschaft bist umso weniger wird dich dieses Umstellungsphänomen betreffen.
- Schlafprobleme: Eine Schwangerschaft kann den Schlaf durch Unbehagen häufiges Wasserlassen Sodbrennen oder Angstzustände beeinträchtigen. Gönn dir ein gutes Schlafsystem das du auf deine Bedürfnisse individuell einstellen kannst (z. B. leichtes Hochlagern bei Sodbrennen). Wenn du nachts schlecht schläfst solltest du tagsüber kurze Ruhephasen und Powernaps einbauen. Du bist bereits Mama? Dann nutze jeden Mittagsschlaf deines Nachwuchses für eine bewusste Pause!
- Veränderter Lebensstil: Eine gesunde Ernährung Verzicht auf Alkohol und Nikotin – nicht immer ist eine Schwangerschaft ein reines Festival der Lebensfreude! Manchmal kann die Einschränkung der eigenen Gewohnheiten auch belastend sein und du fühlst dich fremdbestimmt. Auch dieses Gefühl solltest du offen aussprechen. Vor allem andere Mütter werden dieses Thema verstehen und dich bestärken.
- Vorbereitung auf das Baby: Die emotionale und physische Vorbereitung auf die Ankunft des Babys einschließlich der Einrichtung eines Kinderzimmers und der Planung von Mutterschutz und Karenzzeit kann stressig sein. Besonders wenn du bereits Mama bist musst du viele Aufgaben gleichzeitig bewältigen. Versuche dich von zu strengen Zeitplänen zu trennen. Du hast neun Monate Zeit um dich auf deinen Sprössling vorzubereiten und sei dir sicher dein Baby erwartet von dir keine Perfektion!
- Sorgen um die Geburt: Angst vor der Geburt Schmerzen und die Sorge um die Gesundheit des Babys betreffen nicht nur Erstgebärende. Jede werdende Mutter hat individuelle Sorgen und Ängste vor einer Geburt. Sprich offen mit deinem Frauenarzt/deiner Frauenärztin über deine Bedenken. Auch deinen Partner/deine Partnerin solltest du einbeziehen und deine Sorgen mit ihm/ihr teilen damit er/sie dich optimal unterstützen kann. Je offener du deine Gedanken teilst umso leichter kannst du Sorgen überwinden.
- Veränderungen in Beziehungen: Die Schwangerschaft kann die Beziehung zu deinem Partner/deiner Partnerin verändern. Solltest du das feststellen sprecht als Paar immer offen darüber. Auch die Beziehung zu deinen bereits geborenen Kindern erfährt eine Veränderung. Du musst dich vermehrt um dich und deine Bedürfnisse kümmern zudem bereitest du dich auf das ungeborene Kind vor und das spüren deine Kinder. Tausche dich mit anderen Eltern zu diesen Veränderungen und Erfahrungen aus lies Fachliteratur und geh offen mit diesen Herausforderungen um.
Wie kann ich mir selbst in der Schwangerschaft Gutes tun?

Geh in der Schwangerschaft mit dir selbst besonders achtsam um! Die Mischung aus Aufregung Vorfreude Sorgen und Nestbau kann elektrisierend wirken. Trotzdem solltest du dir in der Schwangerschaft Zeit für dich selbst nehmen. – Höre gut in dich hinein und hinterfrage was dir guttut. Was brauchst du um die innere Balance zu halten und dein Wohlbefinden zu fördern?
- Me Time: Plane regelmäßig Me Time für dich selbst ein. Nutze diese Phasen für Dinge die dir wirklich guttun. Ein gutes Buch lesen ins Kino gehen ein Abstecher in den Eissalon – kleine Auszeiten sind für Schwangere besonders wichtig um emotional und körperlich in Balance zu bleiben.
- Hobbys beibehalten: Manche Hobbys lassen sich in der Schwangerschaft nahtlos weiterführen. Wenn du aber z. B. anspruchsvolle Sportarten liebst solltest du frühzeitig nach Alternativen suchen die du in der Schwangerschaft problemlos beibehalten kannst. Hobbys schenken Sinn und Freude – diesen Anspruch solltest du in der Schwangerschaft für dich selbst weiterhin beibehalten.
- Soziale Kontakte pflegen: Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit! Achte darauf dass du dich im Nestbau-Modus nicht zu stark zurückziehst und soziale Kontakte vernachlässigst. Pflege deine Freundschaften weiterhin und mach dir bewusst dass die Unterstützung durch liebe Menschen für dich eine Quelle der Kraft sein kann!
- Aromatherapie: Die äußerliche Anwendung von ätherischen Ölen wird von vielen Schwangeren als entspannend empfunden. Ob als beruhigender Raumduft oder bei Massagen – die Wirkung von ätherischen Ölen ist vielfältig. Nutze eine Beratung durch dein Apotheken-Team zu geeigneten hochwertigen Ölen und deren optimalen Einsatz.
- Bäder & Massagen: Ein warmes (nicht heißes) Bad kann sehr entspannend wirken. Gönn dir ein Vollbad bei Kerzenschein und ruhiger Musik. Auch eine Schwangerschaftsmassage kann dir guttun. Kläre mögliche Massagen vorab immer mit deinem Arzt/deiner Ärztin ab.
Wie kann ich selbst in der Schwangerschaft gesund und fit bleiben?

Wie bereits mehrfach angesprochen solltest du Stress und starke Belastungen in der Schwangerschaft bewusst reduzieren. Achte auf dich und deinen Körper der gerade eine Höchstleistung erbringt. Du unterstützt deine Gesundheit in der Schwangerschaft am besten durch eine ausgewogene frische Ernährung. Gib den typischen Schwangerschaftsgelüsten manchmal nach aber im Schnitt solltest du eine gesunde ausgewogene Mischkost genießen. Dies hält dich und dein Baby fit und optimal versorgt. Bei möglichen Mangelerscheinungen können spezielle Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere sehr positiv auf deinen Körper und dein Baby wirken. Besonders Folsäure sollte subsituiert werden. Unser Apotheken-Team berät dich gerne zu sinnvollen Ergänzungen in der Schwangerschaft. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen solltest du unbedingt wahrnehmen.
Bewegung ist ein weiterer Schlüssel zu Wohlbefinden und Gesundheit bei Schwangeren. Bleib auch mit Babybauch in Bewegung. Moderates Schwimmen lange Spaziergänge oder leichtes Yoga halten deinen Kreislauf in Schwung unterstützen die Produktion von Glückshormonen und fördern einen gesunden Schlaf. – Teste welche Bewegungsformen dir in der Schwangerschaft guttun. Wenn du Lust hast kannst du dich speziellen Yoga- oder Gymnastik-Kursen für Schwangere anschließen. Der Austausch mit den anderen werdenden Müttern wird dir zusätzlich guttun.
Worauf sollte ich in der Schwangerschaft achten wenn ich Medikamente benötige?

Bei der Einnahme von Medikamenten in der Schwangerschaft solltest du besonders vorsichtig sein! – Selbstmedikation ist in den neun Monaten ein absolutes Tabu. Viele Wirkstoffe können den Fötus schädigen und sich negativ auf die positive Kindesentwicklung auswirken. Deshalb solltest du dich zu jeder Einnahme von Medikamenten vorab durch medizinisches Fachpersonal beraten lassen. Habe keine Scheu nachzufragen immerhin geht es um deine und die Gesundheit deines Kindes! – Unser Apotheken-Team oder dein Facharzt/deine Fachärztin beraten dich professionell zur Einnahme von Medikamenten in der Schwangerschaft. Dasselbe gilt auch für natürliche Wirkstoffe und Hausmittel – riskiere besser nichts und frage beim Fachmann/ bei der Fachfrau nach. ApothekerInnen und ÄrztInnen wissen um die Risiken und werden dich gerne persönlich beraten. Oftmals findet sich auch eine alternative Behandlungsmethode die dir hilft und sicher für dein ungeborenes Kind ist.
Fazit
Eine Schwangerschaft ist eine wundervolle und gleichzeitig fordernde Angelegenheit. Wenn du dir dies bewusst machst fällt es dir leichter dir gewisse Ängste oder Schwächen zuzugestehen. In diesem Bewusstsein wendest du dich vielleicht den schönen Seiten eines wachsenden Bauchumfangs noch bewusster zu. Achte gut auf sich und nimm dir ausreichend Zeit für Dinge die dir guttun. Binde deinen Partner/deine Partnerin Freunde und Familie ein und teile deine Ängste und Sorgen mit anderen erfahrenen Eltern und deinem Umfeld. Hole dir Rat und tausche dich zu relevanten Themen aus. Besonders bei der zweiten Schwangerschaft denke viele Frauen dass sie nun schon „routiniert“ sein sollten und haben Hemmungen Sorgen oder Ängste anzusprechen. Jede Schwangerschaft ist etwas Besonderes und individuell – mache dir dies bewusst und habe deine Bedürfnisse auf dem Radar!