
Die natürlichen Heilkräfte
Dein Körper kann mehr als du denkst: Natürliche Heilkräfte stärken
Hast du dich schon einmal gefragt, wie du deine Selbstheilungskräfte aktivieren kannst? Viele Beschwerden lassen sich auf natürliche Weise lindern – oft mit einfachen Methoden, die du in deinen Alltag integrieren kannst. Mit ein wenig Hintergrundwissen unterstützt du deine Lieben dabei, ihre inneren Selbstheilungskräfte zu stärken.
Die Natur bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, um deinen Körper bei der Regeneration zu unterstützen:
- Welche Aromatherapie-Produkte sind empfehlenswert?
- Inwiefern sind homöopathische Mittel als sanfte Ergänzung sinnvoll?
- Welche Kräuter und Tees unterstützen bei Alltagsbeschwerden?
- Was muss ich bei der Kombination von Naturheilkunde und klassischen Medikamenten beachten?
- Welche alternativen Heilmethoden gibt es für Kinder?
Aromatherapie: Entspannung für Körper und Geist

Ätherische Öle können das Wohlbefinden steigern, Stress reduzieren und sogar das Immunsystem unterstützen. Ob in der Duftlampe, als Badezusatz oder zur Massage – Aromatherapie lässt sich vielfältig im Alltag anwenden. Wer es komfortabel mag und Aromatherapie mit Luftbefeuchtung verbinden möchte, sorgt mit einem Diffuser oder einem Ultraschallvernebler für ein angenehmes Raumklima. Viele dieser Geräte bringen zusätzlich noch wohltuende Lichttherapie mit ins Spiel, die besonders während heimischer Yoga-Sessions ihre Wirkung entfaltet.
Hilfreiche ätherische Öle:
- Lavendelöl: Beruhigt, fördert den Schlaf und hilft bei Unruhe.
- Eukalyptusöl: Unterstützt die Atemwege und wirkt befreiend bei Erkältungen.
- Teebaumöl: Hat antibakterielle Eigenschaften und hilft bei Hautproblemen.
- Zitronenöl: Wirkt stimmungsaufhellend und konzentrationsfördernd.
Neben ätherischen Ölen können auch Kräuterkissen, Raumdüfte, Aromasprays oder Duftkerzen eine positive Wirkung entfalten. Besonders im stressigen Alltag kann ein bewusst eingesetzter Duft helfen, schneller zur Ruhe zu kommen oder die Konzentration zu fördern.
Anwendungstipps für ätherische Öle:
- Für eine bessere Nachtruhe trägst du ein paar Tropfen Lavendelöl oder Zirbelkieferöl auf ein Stofftuch oder Taschentuch auf und legst es auf dein Kopfkissen.
- Nimm bei Erkältungen ein Dampfbad mit Eukalyptusöl, um die Atemwege zu befreien. Da ätherische Öle sich nicht gut im Wasser lösen, kannst du das Öl mit einem Emulgator wie neutralem Meersalz-Badesalz oder einem Esslöffel Schlagobers vermischen. Träufle das Öl in den Emulgator und gib es dann ins Badewasser.
- Zitronenöl in der Duftlampe unterstützt die Konzentration im Homeoffice.
- Auch Körperpflegeprodukte auf Naturbasis sind mit ätherischen Ölen und Weihrauch erhältlich. Sie wirken wohltuend nach einem langen Tag auf den Beinen. Deine Muskeln können sich beruhigen und dein Geist entspannt.
- Saunieren wird gerade in nördlichen Breitengraden seit Jahrhunderten zu Stärkung der Abwehrkräfte angewandt. Natürliches Saunaöl entspannt und macht den Saunagang zu einem wohltuenden Erlebnis.
Aromatherapie für Kinder:
Nicht jedes ätherische Öl wird von Kindernasen geliebt und nicht jede Aromatherapie-Anwendung ist optimal für die Kleinen. Dennoch gibt es viele Möglichkeiten, Körper und Geist unserer kleinen Familienmitglieder zu stärken:
- Massagen: Setze auf geeignete Massageöle für Kinder. Eine sanfte Massage entspannt nicht nur, sondern stärkt auch die Sicherheit und die Bindung zwischen Kind und Mama oder Papa.
- Badesalz & Badeöl: Speziell für Kinder geeignetes Badeöl oder Badesalz mit ätherischen Ölen stärkt das Immunsystem der Kleinen, entspannt und hilft gegen den kleinen Schnupfen.
- Ultraschallvernebler für Kinder: Ultraschallvernebler entfalten die Wirkung der ätherischen Öle besonders sanft und behutsam. Geräte in speziellem kindlichem Design verfügen oft über eine zusätzliche Lichtfunktion, die optimal als Nachtlicht geeignet ist.
Tipp: Achte auf qualitativ hochwertige, naturreine Öle ohne synthetische Zusätze!
Homöopathie: Sanfte Impulse für den Körper

Homöopathische Mittel beruhen auf dem Prinzip: „Ähnliches mit Ähnlichem bekämpfen“. Sie enthalten stark verdünnte Wirkstoffe und sollen dem Körper helfen, sich selbst zu regulieren. Bewährte Mittel sind:
- Arnica: Versorge deine Liebsten mit Arnica, wenn bei Prellungen oder Verstauchungen Schmerzlinderung und eine entzündungshemmende Wirkung benötigt werden.
- Nux vomica (Brechnuss): Wird bei Verdauungsproblemen, Sodbrennen, Übelkeit und Schlafstörungen eingesetzt, insbesondere wenn diese durch Überlastung oder ungesunde Lebensgewohnheiten verursacht wurden.
- Apis mellifica: Dieses homöopathische Mittel kommt bei akuten entzündlichen Beschwerden zum Einsatz, die mit Schwellungen, Rötung und Schmerzempfindlichkeit einhergehen. Es wird bei Insektenstichen, Bindehautentzündungen, Schluckbeschwerden und ähnlichen Symptomen angewendet.
- Belladonna: Wird bei akuten fieberhaften Erkrankungen eingesetzt, insbesondere bei hohem Fieber, Kopfschmerzen und schmerzhaften Rötungen. Es eignet sich besonders, wenn die Symptome plötzlich und intensiv auftreten.
Homöopathische Mittel eignen sich besonders für sanfte Behandlungen, sollten aber immer individuell ausgewählt werden. Viele Menschen schwören auf die Wirkung, auch wenn sie wissenschaftlich umstritten ist. Das bedeutet auch: Bei anhaltenden Krankheitssymptomen ersetzt die Homöopathie nicht den Arztbesuch!
Wie wendet man homöopathische Mittel an?
- Die richtige Potenz wählen: Homöopathische Mittel gibt es als Globuli (kleine Kügelchen) oder Dilutionen (Tropfen). Für den Hausgebrauch sind Potenzen wie D6 oder D12 gängig. Niedrigere Potenzen (z. B. D6) werden häufiger eingenommen, während höhere Potenzen (z. B. C30) oft nur einmalig oder in größeren Abständen angewendet werden.
- Lass Globuli langsam im Mund zergehen, damit sie optimal über die Mundschleimhaut aufgenommen werden können.
- Zwischen der Einnahme und dem Essen mindestens 15 – 20 Minuten warten. Außerdem solltest du in dieser Zeitspanne ausschließlich Wasser trinken.
- Auch mit dem Zähneputzen solltest du 15 – 20 Minuten warten.
- Ätherische Öle, vor allem Eukalyptus und Menthol sollten in der Zeit der Einnahme gemieden werden.
Homöopathie kann eine sinnvolle Ergänzung sein, sollte aber nicht als Ersatz für notwendige medizinische Behandlungen angesehen werden.
Kräuter und Tees: Natürliche Helfer bei Alltagsbeschwerden

Viele Heilpflanzen haben sich über Jahrhunderte bewährt. Gerade in Form von Tees oder Extrakten lassen sich Kräuter leicht in den Alltag einbauen. Kräuter und Tees können nicht nur bei auftretenden Symptomen angewendet werden, sie dienen auch der Vorbeugung.
Hier sind einige Klassiker:
- Kamillentee: Beruhigt den Magen und wirkt entzündungshemmend.
- Pfefferminztee: Hilft bei Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl und Blähungen.
- Ingwer: Stärkt das Immunsystem und lindert Übelkeit.
- Melisse: Wirkt entspannend und kann bei Schlafproblemen helfen.
Zusätzlich gibt es Kräutertinkturen, Salben und Kapseln, die gezielt eingesetzt werden können. Gerade bei Erkältungen oder Verdauungsproblemen lohnt sich ein Blick in die Naturapotheke.
Starke Kombinationen aus Kräutern und Tees:
- Eine Mischung aus Ingwer, Zitrone und Honig stärkt das Immunsystem.
- Pfefferminz- und Fencheltee kombiniert helfen gegen Blähungen.
- Kamille mit Honig unterstützt die Verdauung und wirkt beruhigend.
Achte auf Bio-Qualität, um Rückstände von Pestiziden zu vermeiden!
Naturheilkunde und Medikamente: Das solltest du wissen

Natürliche Heilmethoden können eine wertvolle Ergänzung zur Schulmedizin sein, aber es gibt Wechselwirkungen zu beachten.
Wichtige Hinweise für eine sichere Anwendung:
- Johanniskraut kann die Wirkung bestimmter Medikamente (z. B. Antidepressiva, Blutverdünner) beeinflussen.
- Grapefruitsaft kann die Aufnahme von Medikamenten im Körper verändern.
- Ginseng und Ginkgo können in Kombination mit Blutverdünnern das Blutungsrisiko erhöhen.
Wenn du regelmäßig Medikamente einnimmst, solltest du vor der Verwendung natürlicher Mittel einen Arzt/eine Ärztin oder deine Apotheke konsultieren.
Wann ist besondere Vorsicht geboten?
- Bei Schwangerschaft und Stillzeit.
- Bei der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten.
- Wenn bereits chronische Erkrankungen bestehen.
Hast du Zweifel, ob ein naturheilkundliches Mittel gerade das Richtige für dich ist, zögere nicht deinen Hausarzt/deine Hausärztin oder deine Apotheke zu fragen. Auch das Team der Atrium-Apotheke steht dir gerne zur Seite. Unsere kompetenten Expertinnen und Experten beantworten deine Fragen gerne telefonisch oder per E-Mail.
Alternative Heilmethoden für Kinder

Gerade für Kinder eignen sich sanfte, natürliche Methoden besonders gut. Gerne stellen wir dir bewährte Ansätze vor:
- Zwiebelwickel bei Ohrenschmerzen: Wickle eine klein geschnittene Zwiebel in ein Tuch und lege es aufs Ohr.
- Wadenwickel bei Fieber: Lauwarme Wickel helfen, die Körpertemperatur sanft zu senken.
- Brustwickel: Sie gehören zu den bewährten Hausmitteln bei festsitzendem Husten und Bronchitis. Ein warmes Tuch wird mit Zusätzen getränkt, ausgepresst und dann fest um die Brust gewickelt. Als Zusätze können ätherische Öle, Zitronensaft oder beispielsweise Thymiankraut verwendet werden. Es gibt auch spezielles Wickelsalz für Brustwickel. Als Brustwickel können Tücher aus Naturmaterialien oder speziell für diesen Zweck angebotenen Produkte verwendet werden.
- Fencheltee bei Bauchweh: Er bringt sanfte Linderung für kleine Bäuchlein.
- Lavendelöl zur Beruhigung: Einen Tropfen auf ein Stofftuch oder Taschentuch geben und in der Nähe des Kopfkissens platzieren, um den Schlaf zu fördern.
- Natürlicher Balsam: Balsam mit ätherischen Ölen kann die Nase auf sanfte Weise befreien und beruhigen, ohne starke Medikamente zu verwenden.
Auch Massagen mit sanften Ölen oder ein warmes Bad mit Kamille können helfen, kleine Wehwehchen auf natürliche Weise zu lindern. Wichtig: Ätherische Öle niemals unverdünnt auf der Haut anwenden – immer mit einem hochwertigen Basisöl, wie z. B. Mandelöl, verdünnen.
Hinweis: Gerade bei Kindern sollte eine natürliche Behandlung immer mit deinem Arzt oder deiner Ärztin abgesprochen werden. Pflanzliche Produkte sind kein Ersatz für eine notwendige medizinische Behandlung!
Dein Körper hat große Selbstheilungskräfte

Die Natur bietet zahlreiche Möglichkeiten, die Heilung des Körpers zu unterstützen. Ob durch Aromatherapie, homöopathische Mittel, Kräuter oder sanfte Methoden für Kinder – oft sind es kleine Anpassungen im Alltag, die eine große Wirkung zeigen können.
Achte auf die Qualität der Produkte und lass dich bei Bedarf fachkundig beraten. So kannst du die natürlichen Selbstheilungskräfte gezielt fördern und deinem Körper die Unterstützung geben, die er verdient.